Formalisierung und Verifikation des deutschen Wahlrechts

Forschungsthema:Social Choice
Typ: BA / MA
Datum: 2017-07-12
Betreuer: Michael Kirsten
Bearbeiter:
Aushang:

Beschreibung

Im Jahr 2008 fand das deutsche Verfassungsgericht heraus, dass das Wahlverfahren zur Bestimmung des deutschen Bundestags verfassungswidrig ist. Der Grund waren negative Stimmgewichte, die dazu führten, dass manche Stimmen mehr Gewicht hatten als andere. Daraufhin wurde schließlich 2013 das Wahlverfahren geändert. Am Lehrstuhl für Angewandte Formale Verifikation entwickeln wir Methoden, um Implementierungen von Wahlverfahren auf solche und ähnliche Eigenschaften hin zu analysieren.
Insbesondere mithilfe der Technik Bounded Model Checking lässt sich dies gut automatisieren. Im Rahmen einer Abschlussarbeit wäre es hier interessant, diese Technik auch auf das deutsche Wahlverfahren anzuwenden und zum Einen zu prüfen inwieweit das neue Verfahren das Problem (die zu prüfende Eigenschaft wäre "Monotonie") nun gelöst hat, aber auch inwieweit andere Eigenschaften erfüllt werden, wie bspw. Anonymität, d.h., dass es für das Wahlergebnis unerheblich ist, in welcher Reihenfolge die Stimmen abgegeben werden.

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse in und Interesse an formalen Methoden, wie sie z. B. in der Vorlesung Formale Methoden vermittelt werden
  • Gründliche Arbeitsweise sowie ein gutes Abstraktionsvermögen

Kontakt

Interesse? Weitergehende Fragen? Dann melden Sie sich unverbindlich bei Michael Kirsten (Raum 228, Geb. 50.34).

Literatur